Geschichte des Whiskys

Die Geschichte des Whiskys

Wenn man sich Gedanken darüber macht, wo und vor allem wann der erste Whisky gebrannt wurde, merkt man gleich, dass diese Frage weitaus schwieriger und umfangreicher zu beantworten ist, als man anfangs vermutet hätte. Wenn man eine relativ große Anzahl von Menschen fragt, wo denn der Geburtsort des Whiskys liegt, werden ihnen die meisten im Brustton der Überzeugung sagen, dass es Schottland sei. Doch das ist trotzdem nicht ganz richtig, da der erste Whisky höchstwahrscheinlich in Irland gebrannt wurde. Das Verfahren der Destillation verbreitet sich ab dem 11. Jahrhundert in Europa, wobei bis heute nicht klar ist, wo und wann es genau zum ersten mal angewandt wurde. Also ist es auch durchaus möglich, dass das Brennen von Whiskys an verschiedenen Orten zur selben Zeit erfunden und praktiziert wurde.

Entscheidend für die schnelle Verbreitung der Destillation in Europa war die Erfindung des Destillierkolbens, Alamabic, welcher auch noch heute bei der Whiskyherstellung zum Einsatz kommt. Die Technik der Destillation erreichte nach und nach auch die christlichen Klöster, in denen der Alkohol im Wesentlichen in Essenzen und Arzneien verarbeitet wurde. Sicherlich blieb es nicht nur immer bei den Arzneien oder Essenzen in denen der Alkohol verarbeitet wurde, sondern landete in der einen oder anderen Kehle eines Mönchen, die sich mit dem hochprozentigen Alkohol die kalten Knochen wärmten oder sich bestimmt auch mal erheiterten.

Wenn man der Legende Glauben schenken will, erreichte die Destillation bereits im 5. Jahrhundert Irland und das während der Missionierung durch den heiligen Patrick, der Irland nicht nur mit Segnungen des Christentums bekannt machte, sondern auch mit jenen der Alkoholbrennerei. Diese oben geschilderte Legende benutzen die Iren dafür, um die Erfindung des Whiskys für sich zu beanspruchen. Die Schotten sehen das, wie oben bereits kurz angesprochen, völlig anders. Sie kontern die Legende der Iren einfach damit ab, dass Saint Patrick in Dumberbarton und damit in Schottland geboren ist, was sie automatisch zu den rechtmäßigen Whiskyerfindern macht. Welche Nation nun recht hat, ist bis heute ungeklärt. Fakt ist jedenfalls, dass die erste verbriefte Produktion von Branntwein- und damit eines trinkbaren Destillats-in Europa ab dem 12. Jahrhundert stattgefunden haben.

Der Unterschied zwischen schottischen-und irischen Whiskys

Von Irland aus, entwickelte sich das Wissen um die Herstellung von Whisky weiter nach Schottland, wo man das Originalrezept gleich auch ein wenig veränderte. Anstatt man traditioneller Weise Kohle für das Befeuern der Öfen verwendet, in denen die angekeimte Gerste gedarrt, verwendet man in Schottland Torf, was bis heute den besonders „rauchigen“ Geschmack der schottischen Whiskys ausmacht.

Whisky und Whiskey

In Schottland und Kanada produziert man Whisky, hingegen man in Irland und den USA auf die Herstellung von Whiskey schwört. Das zusätzliche „e“ gibt lediglich einen Hinweis auf die Herkunft, weswegen man daraus keine Schlüsse auf Qualität oder Herstellungsweise des Getränks schließen kann.

Vom Heil-zum Genussmittel

Zunächst wurde der Whisky in schottischen Landen vor allem als Heilmittel geschätzt und angesehen. König Jakob IV. bestellte seinen Whisky wohl nicht nur, um damit seiner Vorliebe für das ein oder andere Gläschen Lebensfreude Genüge zu tun, sondern auch, um selbst als Heilkundiger diversen Menschen zu helfen. Allerdings wurde der Whisky nach und nach nicht nur zu Heilzwecken getrunken, sondern eignete sich auch so zum Verzehr. Also wurde es dem Volk ab 1572 verboten, Whisky zu konsumieren, da das Lebensmittel Gerste, welches elementar wichtig bei der Herstellung des Whiskys ist, knapp wurde. Ab 1572 war es also nur noch dem Adel vorbehalten, Whisky zu konsumieren. Dennoch hatte sich im Volk das Brennen von Alkohol bekannt gemacht, woraufhin nach und nach mehr und mehr Schwarzbrennereien entstanden sind.

Das Ende der Schwarzbrennerei

Mit dem „Small Stills Act“, welcher 1816 in Kraft getreten ist, sollte die Ära der Schwarzbrennerei in Schottland allmählich zu Ende gehen. Zum einen hob dieser Vertrag die „Teilung“ zwischen Highlands und Lowlands auf, zu welcher es durch den Wash Act von 1784 gekommen war, um Wettbewerbsfähigkeit zwischen den einzelnen Regionen zu ermöglichen. Dadurch, dass die Brennbirnen nun gerade einmal 40 Gallonen groß sein mussten – vor dem Vertrag mindestens 500 Gallonen – konnten viele kleine Whiskybrennereien aus der Schwarzbrennerei zurück in die Legalität zurückkehren. Der endgültige Schlusspunkt der Schwarzbrennerei wurde 1823 mit dem „Exercise Act“, mit welchem die Steuern um die Hälfte gesenkt wurden, gesetzt. Von diesem Zeitpunkt an war die Lagerung und der Export von Whisky kostenfrei und die Anzahl der gewerblichen Whiskybrennereien steigerte sich rasch. Waren es 1823 noch 111 gewesen, zählte man 1825 bereits 263.

Währenddessen in Irland

Auch in Irland versuchte man mit geschickten Gesetzen aus der Beliebtheit des Whiskys zu profitieren. 1661 erließ die Regierung ein Gesetz, durch das die Whiskysteuer astronomisch angehoben wurde. Daraus entwickelte sich selbstredend ein immens großer Anstieg von Schwarzbrennereien. Zukünftig wurde im allgemeinen Sprachgebrauch zwischen dem legalen „Parlamentwhiskey“ und dem illegal gebrannten „Poiotin“ unterschieden. Selbstredend galt der „Poitin“ Whisky beim Volk als der bessere und beliebtere. 1823, also zur selben Zeit wie in Schottland, wurde auch in Irland ein Gesetz erlassen, welches die Zeit der Schwarzbrennerei beenden sollte.

Whiskey in den USA und Kanada

Mit den Einwanderungswellen im 18. Jahrhundert, sowie in der Mitte des 19. Jahrhunderts, brachten die schottischen und irischen Siedler ihre Bräuche und Traditionen -darunter auch die Kunst der Whiskyherstellung – mit nach Übersee. Die ersten Destillerien gab es schätzungsweise schon ab dem 18. Jahrhundert auf amerikanischen Boden, doch als sicher gilt ihre Existenz erst ab Ende des 18. Jahrhundert. Dadurch, dass der wichtige Bestandteil Gerste auf amerikanischen Boden nicht gut wächst, begann man in Amerika Whisky aus Roggen zu brennen. In anderen amerikanischen Staaten, wie Kentucky oder Tennessee, gedieh Mais am besten, woraufhin man begann, Whisky aus Mais herzustellen. Zudem wurde Whisky in der damaligen Zeit als beliebtes Tauschmittel benutzt. Die Whiskyherstellung wurde nach und nach so erfolgreich, dass das amerikanische Parlament anfing, hohe Steuern auf die Herstellung und den Verkauf von Whisky zu setzen. Das kam den irischen- und schottischen Bürgern so bekannt vor, dass diese anfingen, heftig gegen diese angedachten Steuern zu demonstrieren. Der Protest konnte durch den damaligen Präsident George Washington nur durch die Rekrutierung eines ganzen Heers unterbunden werden.

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